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Franziska Ambacher
Persönlichkeits- und Business-Coach
Changemanagement-Consultant
Mediatorin
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15.12.2017

Die Hoffnung ist ein langlebiges, zähes Biest

Vielleicht ist in diesem scheidenden Jahr nicht alles zu Ihrer Zufriedenheit gelaufen. Vielleicht gab es aber auch Klippen, die Sie umschiffen mussten. In solch schweren Zeiten die Hoffnung aufgeben, heißt sich und seine Zukunft aufzugeben. Doch wer nur hofft, der bringt nichts in Bewegung. Ohne Bewegung jedoch gibt es keine Veränderung und ohne Veränderungs- und Gestaltungswillen können Sie gleich beim Lesen von Horoskopen auf Ihrem Lehnstuhl hocken bleiben.

Hoffnung ist übrigens nicht nur ein Ortsteil eines kleinen Dorfes mit dem Namen Alveslohe in Schleswig-Holstein, Hoffnung ist vor allem eine der wichtigsten drei Tugenden, die wir mit dem bevorstehenden Jahreswechsel und dem Aufbruch in ein unbekanntes neues Lebens- und Geschäftsjahr verbinden:

  • Glaube
  • Liebe
  • Hoffnung.

Die Hoffnung ist ein bleibender Wert, weil sie zu mehr in der Lage ist, als der berühmt-berüchtigte Optimismus. Die Hoffnung überlebt jeden Schmerz, jede Niederlage. Wer hofft, hat Zuversicht und Durchhaltevermögen für sich und sein Leben, auch in scheinbar ausweglosen Situationen.

Die innerste Triebkraft Hoffnung verleiht uns Flügel, ermöglicht kraftvolle Perspektiven für die Zukunft und lässt uns mit schweren Zeiten zurechtkommen. Die Hoffnung muss bei aller Liebe aber weit aus kritischer betrachtet werden, als uns dies in naiven Tischkalendern oder Horoskopen glauben gemacht wird. Gerne klammern wir uns an den Wert Hoffnung, doch sie ist ein langlebiges, zähes Biest...

Insolvenz – letzte Hoffnung im Keim erstickt

Als ich im Jahre 2009 – zum Ende eines sehr arbeitsreichen Jahres, von jetzt auf gleich – gemeinsam mit hunderten anderer Mitarbeiter – auf die Straße gesetzt wurde, blieb mir in dieser Schocksituation erst einmal nur der Wert Hoffnung. Mein damaliger Arbeitgeber hatte Insolvenz angemeldet und ich gehörte plötzlich zu der sogenannten „betriebsbedingten Insolvenzmasse“. Die Hoffnung, die im Unternehmen kursierte, man wird selbst schon nicht zu den Gekündigten gehören, wurde mit der Schreckensnachricht mit einem Paukenschlag im Keim erstickt.

Nachvollziehbar, dass ich mich in diesem Veränderungsprozess nicht gerade in meiner Komfortzone befand. Liebend gern hätte ich in diesem Augenblick alle für mein Unglück verantwortlich gemacht, anstatt mir selbst schnell aus dem Tal der Tränen heraus zu helfen. Auf diese Weise kam, was kommen musste: mit der alleinigen Hoffnung auf Besserung wurde ich für einen kurzen Moment Teil des Problems anstatt Teil der Lösung.

Aufgrund der Tatsache, dass ich soeben meinen Arbeitsplatz verloren hatte und allen vermeintlichen Sicherheiten beraubt war, hielt ich viel zu lange nur am Wert Hoffnung fest, anstatt die Zügel selbst im Griff zu halten. Dabei hätte meine innere Wut völlig ausgereicht, um mir aktiv genau jene sehnsuchtsvollen Träume aus dem Boden zu stampfen, die viel zu lange unterdrückt wurden.

Heute weiß ich, dass der Wert Hoffnung keine wirksame Veränderung bringt. Werte wie:

  • Aktivität,
  • Dynamik,
  • Engagement,
  • Eigenverantwortung,
  • Mut,
  • Selbstvertrauen
  • und Wachstum

kommen erst ins Rollen, wenn die Hoffnung wie ein Fußballtrainer am Spielfeldrand zwar mit von der Partie ist, aber die aktiven Spieler auf dem Rasen eigenverantwortlich agieren.

Wendepunkt – ein hoffnungsvoller Neubeginn

Lethargisches Abwarten, frei nach dem Motto: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“,  blieb glücklicher Weise während der Schockstarre nicht lange meine Devise. Schließlich wollte ich schnellstmöglich den Fokus auf die erfolgreiche Suche nach der neuen beruflichen Herausforderung schärfen.

Schlagartig wurde mir mein größter und hilfreichster Schatz bewusst: mein persönliches Wertegerüst. Dieses ließ mich schon früher oft über mich hinaus wachsen und schwere Krankheiten, den Tod geliebter Menschen und sehr schwierige persönliche Lebenssituationen meistern. Es war das Tor zu meiner höchsten Kraft und so ging es nur noch darum, die nächsten Schritte clever auf den Weg zu bringen.

Nachdem ich mich wieder fing und voller Entschlusskraft aufrappelte, stolperte ich über ein Zitat von einem meiner Lieblingsmaler – Francis Bacon – welches mich darin bestätigte, dass der Wert Hoffnung zwar wichtig, aber eben nicht fürs Fortkommen entscheidend ist:

„Die Hoffnung ist ein gutes Frühstück,

aber ein schlechtes Abendbrot.“

Mir wurde klar, dass der Wert Hoffnung weit außerhalb meiner Kontrolle liegt und damit auch außerhalb meiner Einflussnahme. Die Hoffnung reicht also nicht mal bis zum Abendbrot. Schöner Mist – oder besser zum Glück. So war ich bereit meinen Neubeginn selbst einzuläuten.

Zielerreichung – Schritt für Schritt hoffnungsfroh

Durch folgende unten aufgeführten Punkte meisterte ich meine damalige berufliche Sinnkrise. Wie einige von Ihnen wissen, gelang mir auf diese Weise schon wenige Wochen nach meinem persönlichen Tiefpunkt der Einstieg in eine Münchner Unternehmensberatung, wo ich als Coach und Beraterin vom Fleck weg entdeckt wurde und mein wahres Potenzial leben durfte.

Dass daraus Jahre später meine heutige Selbständigkeit werden würde, hätte ich wohl in meinen kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten. Aus eigener Erfahrung weiß ich deshalb, dass Sie niemals die Hoffnung und Ihre Möglichkeiten aufgeben dürfen. Erst durch die Tatkraft gehen Türen auf, die Ihnen womöglich nur an die Hoffnung glaubend, für ewig verschlossen bleiben.

Gestehen wir uns endlich zu GROß zu denken und nach den Sternen zu greifen, denn nur jetzt entwickelt sich ein Sog, der uns zieht. Der ehemalige Druck, der uns mit dem Rücken an die Wand drängte und uns die Luft zum atmen nahm, spielt dann plötzlich keine tragende Rolle mehr. Dem langlebigen, zähen Biest geht nun doch die Puste aus...

Mögen Ihnen meine aufgelisteten 15 praktischen Tipps,

auf Ihrem Weg in Ihre hoffungsvolle Zukunft weiterhelfen:

1.      Die aktuelle Situation annehmen, wie sie ist, die eigenen Spielräume entdecken und nutzen

2.     Das eigene Potenzial entfalten und den Selbstwert fördern, in dem die eigenen Werte bewusst gelebt werden

3.     Das Gute, bzw. den Sinn in der momentanen Krise suchen, um das Leben jetzt eigenverantwortlich selbst in die Hand zu nehmen

4.     Den eigenen „Schlachtplan“ in Form von „To-Do’s“ schriftlich entwickeln

5.     Ruhig und positiv gestimmt bleiben, um die innere Balance und Freude am Leben zu wahren

6.     Sich selbst und seinem Bauchgefühl vertrauen lernen

7.     Auf vergangene positive Erfahrungen zurückgreifen, um die eigene Überlebensstrategie anzuwenden und mannigfaltige

         Ressourcen zu entdecken

8.     Nicht in „blinden Aktionismus“ verfallen, sondern Schritt für Schritt klären, was sinn- und wertvoll zu tun ist

9.     Die eigene Gesundheit sowie die Abwehrkräfte stärken

10.   Aus dem persönlichen kreativen Fundus schöpfen, um die Dinge anders zu machen, als bisher

11.    Nach Menschen (Mentoren) Ausschau halten, die bereits selbst dieses Tal der Tränen erfolgreich durchlaufen haben,

         um von ihnen praktische Unterstützung zu erhalten

12.   Andere um Hilfe bitten, denn erfolgreich sind nur jene, die nicht alles alleine bewerkstelligen und ihre Kraft bündeln

13.   Sich von den Bedenkenträgern, Dramatisierern und Schwarzsehern so schnell wie möglich verabschieden,

        um die eigene Motivation hoch zu halten

14.   Hoffnungsvolle Gedanken und große Vorfreude auf die gewünschte Zukunft als Bild visualisieren und täglich vor dem

        inneren Auge abspielen

15.   Von der Opferhaltung ins Aktivsein kommen, um souverän neue Lösungswege zu beschreiten

Fazit - Hoffnung UND Gestaltungswillen

Geben Sie also die Hoffnung nie auf, seien Sie sich aber gleichsam bewusst darüber, dass die Hoffnung alleine noch nichts bewirkt. Knöpfen Sie sich einige der aufgelisteten Punkte vor und durchforsten Sie kritisch die Momente, in denen Sie lieber im Lehnstuhl hockend Horoskope lesen, als aktiv dazu beizutragen, Ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Je mehr Sie künftig in das eigene Fortkommen und in Ihre persönlichen Ziele investieren, umso schneller erleben Sie ein erfülltes Sein.

Ob Sie aktuell mit einer schweren Krankheit leben müssen, mitten in einer Trennung stecken oder auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung sind, die Ansprüche, die Sie selbst an sich richten, werden nicht weniger, sind aber zu meistern.

Auf Ihrem ganz persönlichen Erfolgsweg wünsche ich Ihnen daher die nötige Portion Hoffnung, ein tiefes Bewusstsein für Ihre gestaltende Tatkraft und die Lebensfreude, die bei aller Anstrengung nie zu kurz kommen darf.

Sollten Sie bei Ihrem aktuellen Veränderungsprozess einen Menschen suchen, von dessen Erfahrung und Wissen Sie profitieren wollen, der Ihnen Ihre eigenen Ressourcen aufzeigt und Sie im neuen Jahr nach Kräften unterstützt, wenden Sie sich einfach an mich.

Also, worauf warten Sie noch? Starten Sie in ein kometenhaftes neues Jahr! Rufen Sie an oder schreiben Sie mir eine E-Mail.

All meinen Kunden danke ich sehr für die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit im ausklingenden Jahr. Ohne die Hoffnung auf ein gutes Fortkommen und Ihr aktives Zutun, hätten Ihre Ziele nicht so erfolgreich gestemmt werden können.

Kommen Sie alle gut in ein neues Jahr voller bunter Möglichkeiten.

Mit inspirierenden Grüßen aus München

Ihre Franziska Ambacher

changeify

Ihr Inspirationsfeuerwerk

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