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Franziska Ambacher
Persönlichkeits- und Business-Coach
Changemanagement-Consultant
Mediatorin
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17.04.2018

Wie die weibliche Karriereblockade beendet wird

Die Internationale Arbeitsorganisation in Genf hat einmal hochgerechnet, wie lange es noch dauern würde (vom aktuellen Tempo ausgehend), bis Frauen faktisch gleichberechtigt in den Chefpositionen angekommen sind: 961 Jahre. Falls Sie zu den Frauen gehören sollten, die nicht so lange warten wollen, dann lesen Sie besser weiter und machen sich damit vertraut, dass jeglicher beruflicher Erfolg seinen Ursprung zu Hause hat. Gelingt es Frauen in ihrem Privatleben auf Augenhöhe ihre Ansprüche, Vorstellungen und Karriereabsichten gegenüber ihrem Partner gleichberechtigt zu leben, wird diese Haltung als Blaupause für den geschäftlichen Erfolg erlebt.

Wenn wir über Frauen und ihre Karriere sprechen, dann startet diese nicht etwa

  • durch einen wohlwollenden Chef,
  • durch einen hervorragenden Studienabschluss,
  • durch absolvierte Auslandssemester oder
  • durch die Übernahme von Führungsverantwortung.

Nein! Sie beginnt zuallererst ganz privat, zu Hause auf dem Sofa. Dort zeigt sich, welche Haltung Frauen tatsächlich in ihrem Privatleben gegenüber ihren Partnern leben, denn diese Haltung setzt sich im Unternehmen, bei der Firmengründung oder andernorts weiter fort.

Der Samen zur weiblichen Karriereentwicklung

Diejenigen Frauen, die sich karrieremäßig verändern wollen, sollten deshalb den größten Fokus auf ihr privates Verhalten legen. Dort wird der Samen zur Karriereentwicklung, Kompetenz und Performance gesetzt.

Natürlich unterscheiden sich die Lebensentwürfe von Frauen, genauso wie die der Männer. Nicht jede will beruflich hoch hinaus, Mitarbeiterverantwortung übernehmen oder das Risiko einer Unternehmensgründung eingehen. Doch neben dem bewussten Verzicht auf Karriere gibt es eben auch die andere Variante: Frauen, die sich regelrecht abstrampeln und sich wundern, warum sie einfach im Wettbewerb auf der Strecke bleiben. Gute Leistung im Berufsleben zu erbringen, ist aber längst nicht alles, worauf es wirklich ankommt, um erfolgreich Karriere zu machen.

Wunschdenken und Bescheidenheit adé

Frauen, die aufsteigen wollen, müssen sich vom Wunschdenken verabschieden, dass sie doch noch von wem auch immer entdeckt werden und dann nach entsprechender Hilfe endlich auf den Posten geraten, der ihnen längst zustünde.

Stattdessen braucht sie:

  • eine persönliche bzw. unternehmerische Vision,
  • strategische Zielsetzungen und
  • eine bewusste Entscheidung für oder gegen etwas bzw. jemanden.

Jedem Verhalten liegt eine Haltung zugrunde und diese Haltung besteht aus dem persönlichen Wertegerüst eines jeden Menschen. Wer keine persönliche Vision entwickelt, weiß nicht, wo die Reise hingehen soll und kreist deshalb oft unentschlossen zwischen vielen Möglichkeiten umher. Mal hört sie auf die gut gemeinten Ratschläge des Partners, mal auf die des inneren Kritikers oder dem aktuellsten Bestseller aus der Managementliteratur.

Darüber hinaus kommt dazu, dass Frauen es aushalten können müssen, wenn der Scheinwerfer auf sie gerichtet wird. Wer Karriere macht, wird vom sozialen Kontext in jeder Weise beobachtet.

Karrierefrau oder Opferlamm

Frauen, die weiterkommen wollen, sollten:

  • sich gut vermarkten können,
  • die richtigen Kontakte anbahnen,
  • gutes Verhandlungsgeschickt und Durchsetzungskraft entwickeln
  • sowie Selbstvertrauen zur eigenen Vision aufbauen.

All das klingt nach rein geschäftlichen Verhaltensweisen, doch im Privatleben zeigt sich als erstes, ob eine Frau Karriere machen wird, oder ob sie sich als Opferlamm immer dem stärksten Einfluss, dem stärksten Druck beugt.

Wie ist es bei Ihnen? Können Sie zu Hause gegenüber Ihrem Partner all die oben genannten Aspekte leben? Wie oft werden Sie überstimmt oder etwa gleich zurück ins Körbchen verwiesen?

Liebe macht blind – doch das Sehvermögen kommt wieder

Folgende zwei Fragen muss sich jede Frau stellen, wenn sie im Begriff ist, der weiblichen Bescheidenheit den Laufpass zu geben, um ihre zukünftige Wunschkarriere anzusteuern:

  1. Welche Person übt den größten Einfluss auf mich aus?
  2. Hemmt dieser Einfluss oder beflügelt er mich und meine Karrierepläne?

In vielen Coachinggesprächen mit angehenden oder bereits aktiven weiblichen Führungskräften, Inhaberinnen, Gründerinnen und Freiberuflerinnen, ereilt mich immer wieder das gleiche leidige Thema: Männer bremsen die berufliche Entwicklung von Frauen systematisch aus.

Damit sind nicht die Männer innerhalb des Unternehmens gemeint (die gibt es natürlich auch zu Hauf), nein, oft sind es die eigenen Partner, die zu unglaublichen Bremsern werden, weil sich ihr Selbstverständnis an einer Zeit orientiert, die heute nicht mehr gültig ist und mit modernen Frauen stark kollidiert.

Außerdem beobachte ich, dass karriereinteressierte Frauen ständig an ihrer Weiterentwicklung arbeiten. Männer hingegen lassen sich auf dem Ruhekissen ihrer erlangten Erfolge nieder – und bleiben dort nicht selten unverrückbar sitzen.

In der Zeit der ersten Verliebtheit kennen wir das Phänomen, blind für die wahre Person hinter dem Wunschkandidaten zu sein. Doch sobald sich das gemeinsame Leben in eine Richtung entwickelt, die klar definiert, dass sie nicht zu sehr über ihm stehen dürfe, kommen das Sehvermögen und das Unwohlsein zurück.

Der Feind im eigenen Bett

Die Blockade findet einerseits ganz bewusst im Sinne des Feindes im eigenen Bett statt bzw. andererseits ganz unbewusst, weil sich seine Prägung seit seiner Erziehungsphase bei Muttern einfach nicht weiter entwickelt hat. Aufkommende Streitigkeiten über die Form der gelebten Gleichberechtigung in der Partnerschaft sind vorprogrammiert und letztlich nur eine Frage der Zeit.

Frauen sind oft nicht besser, denn sie halten an alten Zöpfen fest und tun nichts gegen diese unausgeglichene Paarung – außer ins Jammertal abzutauchen und stillschweigend weiter von ihrer beruflichen Verwirklichung zu träumen. Wenn nicht in diesem Leben, dann vielleicht im nächsten. Schließlich will sie ja nicht als Frau mit „Haaren auf den Zähnen“ wahrgenommen werden und meldet deshalb lieber mal keine Ansprüche an.

Die Werte Durchsetzungskraft, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, haben viele Frauen aufgrund ihrer Sozialisation nie vorgelebt bekommen. Nun fällt ihnen genau das bei der Selbstverwirklichung auf die Füße.

Klare Positionierung gesucht

Wenn Frauen bei ihrer Karriereentwicklung unsicher oder blockiert sind, nicht genau wissen, was sie wollen, nicht klar ihre Position verteidigen und die emotionalen Abhängigkeiten geräuschlos hinnehmen, dürfen sie sich auch nicht über das Ergebnis beschweren:

Eine Partnerin zu sein, die nie auf Augenhöhe agiert und auf diese Weise ihre beruflichen Träume nicht verwirklicht.

Der Mann an der Seite einer Frau hat sehr großen Einfluss auf ihre Karriereentwicklung. Wer seine Partnerin während der nächsten Karrieresprünge weder moralisch noch durch Hilfe im Haushalt unterstützt, wird schnell zum bremsenden Gegner anstatt zum liebevollen Partner.

Private Grabenkämpfe sind dann der Anfang vom Ende einer neuen Führungsposition oder Unternehmensgründung. Diese NeverEnding-Konflikte schwächen alle aufkommenden Energien, die Frauen für die eigene Karriereentwicklung so dringend bräuchten.

Tradierte Rollenmodelle überleben

Die leidigen Spannungen ziehen sich im Anschluss an viele durchwanderte Täler der Tränen wie Kaugummi in unerträgliche Länge und lässt Frauen ständig an sich zweifeln, ob denn wohl dieser Schritt wirklich nötig gewesen wäre.

Die Gefahr jetzt den Rückzieher zu machen und weiter blind durchs Leben zu stolpern, ist in diesem Moment am größten. Deshalb ist es wichtig, wieder die eigene Standortbestimmung vorzunehmen und klar zu erkennen, ob die eigenen Ziele mit der Unterstützung des Partners überhaupt möglich sind. Wenn sie viel und er wenig für sich tut, dann werden die Unterschiede der Zielsetzungen immer offensichtlicher. Sich jetzt konsequent und mutig von dem Partner zu trennen, der die eigenen Ideen und Karrierewünsche nicht unterstützt, wird für viele zum Befreiungsschlag.

Nach einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach gaben im Jahr 2013 erstaunliche 81 Prozent der 18-44jährigen Männer übrigens an, dass Frauen bestimmte Arbeiten im Haushalt, wie beispielsweise Bügeln „besser erledigen“ könnten. Damit stand wohl auch gleich fest, wessen Aufgabe es sein solle.

Mit dieser weit verbreiteten männlichen Sicht der Dinge, schafft es keine Frau auf den Chefsessel. Das ständig an ihr nagende schlechte Gewissen (erst recht wenn Kinder da sind) wird ihr nicht nur eingeredet, es agiert ganz von alleine, denn die Prägung und die gesellschaftliche Akzeptanz ist noch immer nicht auf ihrer Seite. Dabei geht es um nichts weniger als die gleichberechtigte, aufgeteilte Arbeit im Haushalt, in der Familie und bei der mentalen Unterstützung für das eigene berufliche Vorhaben.

Als „bessere Hälfte“ ruhiggestellt

Laut oben genannter Studie wünschen sich aber 66 Prozent aller Frauen mehr Unterstützung, um ihre Vorstellung von der beruflichen Entwicklung vorantreiben zu können.  Sie wollen endlich ungebremst in Führung gehen und sich weniger als „bessere Hälfte“ in kleinkarierten Verhältnissen ruhigstellen lassen.

Viele meiner Kundinnen sind deshalb auf die Unterstützung außerhalb ihrer Beziehung angewiesen, weil ihre Männer keine Anstalten unternehmen, das was ihren Frauen vorschwebt, nur im Ansatz für gut zu befinden.  Eine davon ist sogar aus dem Coaching ausgestiegen, weil ihr Mann es „nicht gerne gesehen hat“, dass sie große Entwicklungssprünge auf der Karriereleiter machte. Eine wohlfeile Formulierung für „Ich Chef, du nichts“.

Latent vorhandene weibliche Glaubenssätze manifestieren sich durch den spürbaren Druck des Partners nun noch stärker:

  • „Hauptsache ihm geht es gut, dann geht es auch mir gut.“
  • „Es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen.“
  • „Ich selbst sollte mich besser nicht so wichtig nehmen.“
  • „Eigenlob stinkt doch nur.“
  • „Ich brauche noch weitere Ausbildungen, sonst kann ich nicht starten.“
  • „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.“

Gute Beziehungen leben von Resonanz

Vor allem sehnen sich Frauen nach einem Mann, der hinter ihren Ideen und Karrierewünschen steht, selbst, wenn es für ihn an der einen oder anderen Stelle Nachteile gibt. Meine Kundinnen berichten außerdem von einem sehr frappanten Phänomen, nämlich wie schwer es ist, bei jeder weiteren Karriereetappe (egal ob in Festanstellung oder Selbständig tätig), den passenden Resonanzboden im anderen zu finden.

Alle Gespräche, die sich um deren berufliche Pläne drehen, enden im Monolog: Sie erzählt begeistert oder fragt ihn, wie seine Meinung zu ihren Ideen ist, er hingegen wird immer einsilbiger und entzieht sich dem ersehnten Dialog.

Automatisch sucht sich frau ebenbürtige andere Gesprächspartner oder Mentoren, wie beispielsweise durch meine Coaching- und Beratungssitzungen.

Gerade im Gespräch wachsen Menschen, weil sie sich mit neuen eigenen und fremden Perspektiven auseinandersetzen und gleichzeitig inspiriert werden neue Wege zu gehen. Wenn keine Resonanz vorhanden ist, verliert jede Beziehung an Boden, egal ob es sich dabei um rein berufliche oder persönliche Belange handelt.

Er bleibt stehen, sie wächst weiter

Die Partner gehen beispielsweise zwar mit auf Vorträge oder Seminare, die ihre Frauen konzipieren und halten, doch im Anschluss daran, wenn sie um Feedback gefragt werden, ernten die Frauen häufig nur ein gelangweiltes Schulterzucken oder das übliche „wie immer, gut gemacht“. Näheres Nachfragen wird als störendes Bohren empfunden und macht dem Gegenüber schnell bewusst, dass dieser der eigenen Partnerin schon längst nicht mehr das Wasser reichen kann. Wie sollte er auch mitreden können, wenn die Themengebiete nicht einmal von der Ferne sein Revers streiften?

Der sich dann breitmachende Frust – auf beiden Seiten – ist nachvollziehbar, doch leider nur ein Ausdruck dafür, dass bei der Persönlichkeitsentwicklung des einen, der andere nicht zurückbleiben darf.

Den Hund zum Jagen tragen

Im Haushalt werden alle nötigen Handgriffe von Männern wie selbstverständlich als „weiblich“ adressiert. Wie erschreckend zu lesen, dass 94 Prozent aller Männer, die in einer Beziehung leben, keine Wäsche waschen (lt. Studie aus dem Jahr 2012 mit dem Titel „Lebensentwürfe heute - Wie junge Frauen und Männer in Deutschland leben wollen“ - Link zur kompletten Studie als PDF hier klicken).

Wenn dann durch nervtötende Gespräche zu Hause auf dem Sofa endlich eine Lösung gefunden zu sein scheint, dann stellen Frauen oft fest, dass es zu jeder im Vorfeld besprochenen Aufgabe im Haushalt, eine ständige Aufforderung oder Zu- bzw. Nacharbeit bedarf. Irgendwie wird sie den Eindruck einfach nicht los, sie müsse den Hund ständig zum Jagen tragen.

Diese Lösung kann keine befriedigende sein. Trotzdem wird viel zu lange zugeschaut, weil bekanntlich die Hoffnung zuletzt stirbt. Je länger Frauen warten, ihre Partner mit klaren Ansagen, Deadlines und Forderungen zu konfrontieren, je mehr Zeit verstreicht, um ihr Engagement für die berufliche Weiterentwicklung aufzubringen. Davon ab, dass nur derjenige Leistung erbringen wird, der sich vom Grundgefühl her glücklich fühlt.

Spitze Kommunikationsfeile treffen tief

Die Idee in eine Haushaltshilfe und/oder Tagesmutter zu investieren, wäre eine echte Unterstützung, doch beim Geldbeutel der Männer, hört zumindest aus den Berichten meiner Kundinnen der Spaß auf. Typische Sätze, die dann fallen, lauten:

  • „Wenn du schon meinst Kariere machen zu müssen, dann schau mal, wie du das alles unter einen Hut bringst, ohne noch mehr Geld zu verbrennen.“
  • „Deine Selbständigkeit ist doch nur eine Art Hobby, ernst nehmen muss ich das nicht.“
  • „Ich verdiene doch nun wirklich genug für uns beide.“

Bei diesen Sätzen, die in meinen Beratungssitzungen fallen, stehen mir die Haare zu Berge. Sollte etwa die überwiegende Mehrheit der Männer immer noch den Macho herauskehren und ihre Partnerin lieber unglücklich am heimischen Herd als glücklich auf der Chefetage sehen wollen?

Wenn die Kränkung des männlichen Egos darin besteht, dass ihre Frauen den Mut beweisen, sich den Herausforderungen des Berufsalltags zu stellen, dann steht die Rolle des Versorgers scheinbar in direktem Zusammenhang zum Wert Freiheit und Selbstbestimmtheit. Als Versager will sich bekanntlich niemand fühlen, doch ist dieses Gefühl noch zeitgemäß, wenn es sich an monetären Werten orientiert?

Anders herum betrachtet, ist es häufig selbstverständlich, dass die Frau die berufliche Entwicklung ihres Mannes stützt. Sie steigt aus ihrem Beruf aus, verzichtet freiwillig auf Rentenansprüche, Versorgungs- und Zubrot-Möglichkeiten, weil die Kinder kommen, Familienmitglieder gepflegt werden müssen, der Haushalt auf dem Laufenden sein soll oder er einfach nur generös mitteilt, dass er es nicht gerne sieht, wenn seine Frau arbeiten geht.

Die wichtigste Person des Hauses

Sie reinigt und bügelt nicht nur seine Hemden und Anzüge in schrankfertiger Manier, sondern sorgt zudem für den immer vollen Kühlschrank, die gut sortierte Vorratskammer und die notwendigen Fahrdienste für ihn und die Kinder. Alle sozialen Kontakte des Paares pflegt sie, kümmert sich um Einladungen, Termine zu Familienfeiern und beschafft die individuell ausgesuchten Geschenke dazu.

Auch ganz klar, dass wenn er eine berufliche Veränderung anstrebt, sie diejenige ist, die für ihn pendelt und Familie und Freunde gerne vernachlässigt, schließlich ist er ja so weit weg von zu Hause und hat deshalb gar nichts mehr vom Leben.

Wer demnach in Beziehungen die Hosen anhat, stellt die wichtigste Person des Hauses mit der größten Entscheidungsfreiheit. Männer, die nach wie vor traditionell denken, sehen sich selbst klar in der Hauptverantwortung für Haus und Hof und fühlen sich von beruflich erfolgreichen Frauen an den Rand ihrer Existenzberechtigung gedrängt. In diesem Denken scheint es nur schwarz oder weiß zu geben. Mit dem Karrierewunsch von vielen Frauen ist dies nicht vereinbar. 

Anspruch und Realität

Tradierte Rollenbilder, die uns Frauen durch die Hintertür einholen, zeigen einmal mehr, dass es eine lange Wegstrecke zwischen Anspruch und Realität gibt:

Nach der vorgenannten Studie Allensbach befürworten übrigens nur 48 Prozent der Frauen offen, dass ihr Partner für sie zurückstecken solle. 52 Prozent wünschen sich einen beruflich erfolgreichen Mann, ganz nach dem Vorbild ihrer Großmütter, sich aus Versorgungsgründen gut verheiraten zu müssen.

Zeit alte Zöpfe endlich abzuschneiden und sich vom althergebrachten Hausfrauenmodell zu verabschieden, denn unser weibliches Lebensglück hängt sicherlich nicht von gut geputzten Fensterscheiben oder perfekt gestärkten Oberhemden ab.

Um zukünftig selbstbestimmt zu agieren, sollten Sie diese Aspekte beachten:

  • Selbstzweifel führt zu Handlungsblockaden. Wer nicht handelt, wird nicht ernst genommen.
  • Ohne wirkliche Konsequenzen ändert sich nichts.
  • Es allen recht machen, heißt sich selbst und seine Ideale nicht wichtig genug zu nehmen.
  • Manipulationen und Psychospiele führen zum Verlust der eigenen Identität.
  • Niemand wird kommen und Macht verteilen, frau muss sie sich nehmen.
  • Grenzen setzen gibt Orientierung und verdeutlicht den Rahmen.
  • Fehler machen ist menschlich – Fehler können andernfalls auch korrigiert werden.
  • Innere Aufgeräumtheit sorgt für gelebte Souveränität im Außenauftritt.
  • Körpersprache, Rhetorik und Outfit sind das Spiegelbild der inneren Haltung.
  • Zeitfenster schließen sich schneller, als frau lieb ist.
  • Herablassung darf weder ignoriert noch toleriert werden.
  • Vorwürfe lösen nur den Gegenangriff aus ohne eine konstruktive Lösung zu finden.

Fazit

Längst geht es darum, dass beruflich ambitionierte Frauen die Zügel selbst in die Hand nehmen, denn warum sollten sich hochkompetente und bestens ausgebildete Frauen, die all das mitbringen, was unsere Wirtschaftswelt dringend benötigt, in weiblicher Zurückhaltung üben?

Solange sich Frauen im Privatleben von ihren Männern dominieren lassen und nicht gleichberechtigt auf Augenhöhe kommen, sind es auch genau ihre Männer, die die alleinigen Regeln vorgeben. Von den Chefetagen der deutschen Unternehmen her dürfte dieser Zusammenhang längst bekannt sein.

Jegliche Blockadehaltung zur weiblichen Karriere findet im eigenen Haus ihren Anfang und dehnt sich nicht selten im geschäftlichen Umfeld noch weiter aus. Deshalb scheuen Sie sich nicht für Ihre Vision einzustehen, denn beruflicher Erfolg und persönliche Beliebtheit passen nur in gleichberechtigten Partnerschaften zusammen.

Machen Sie sich immer bewusst, dass es im Volksmund zwar heißt, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steht, doch wenn hinter Ihnen niemand steht, dann sind Sie nicht gestärkt, um im Wettbewerb zu bestehen. Gleiches Recht für alle, sollte Ihre Devise werden.

In dem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche  und sollten Sie an der einen oder anderen Stelle weibliche Unterstützung benötigen, dann rufen Sie mich einfach an oder schreiben Sie mir eine E-Mail. Gemeinsam erarbeiten wir Ihre Meilensteine zu Ihrem individuellen Karriereziel, damit aus einer bisherigen Blockade Ihr ganz persönliches Durchstarten wird.

Mit inspirierenden Grüßen aus München

Ihre Franziska Ambacher

Ihr Inspirationsfeuerwerk

 

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