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Franziska Ambacher
Persönlichkeits- und Business-Coach
Changemanagement-Consultant
Mediatorin
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30.10.2018

Mit diesen vier Entwicklungsschritten entfesseln Sie Ihre Kreativität

Risikokapitalgeber gehen neue Wege und suchen beispielsweise in TV-Formaten wie „Die Höhle der Löwen“ nach den unternehmerischen Leuchttürmen von morgen. Die kreative Grundstimmung wird damit nicht nur für Gründer weiter angeheizt. Wenn man nach dem Credo Picassos geht, dann suchte er nie, sondern fand.

Welcher Weg zur Entfesselung der Kreativität ist nun zielführend? Die Kernaufgabe eines jeden erfolgreichen Unternehmens ist es, immer neue kreative Ideen für den Markt zu entwickeln. Nicht gerade eine leichte Aufgabe… Seit Beginn der Industrialisierung sind Unternehmen auf der Suche nach neuen Modellen, um kreative und innovative Köpfe zu mobilisieren. Und kreative Ideen kommen bekanntlich nicht auf Knopfdruck.

In diesem Blogartikel erfahren Sie deshalb, was konkret dabei hilft, den kreativen Prozess in Gang zu setzen und dass es einen bestimmten Rhythmus der Kreativität gibt, der nicht ignoriert werden darf. Die Hirnforschung lehrt uns darüber hinaus, dass vor allem der persönliche Austausch einen wahren Ressourcenpool für Innovationen darstellt. Unser täglicher digitaler Konsum torpediert jedoch eher unser Ziel, kreativ zu sein, weil mit jeder weiteren Information, die wir aufnehmen, nur unsere linke Gehirnhälfte aktiviert wird. Kreatives Denken findet aber nur durch den Austausch mit echten Menschen statt, durch den die rechte Gehirnhälfte tätig wird.

Wie Sie selbst sowohl in die Kopplung zwischen den beiden Gehirnhälften, als auch in die Kopplung mit Ihrem Gegenüber kommen, damit Veränderungsbereitschaft, Kreativität und Querdenken angeschoben werden können, zeige ich am Beispiel einer Coachingmethode auf, die ich selbst für meine Kunden und mich anwende. Profitieren auch Sie sofort von dieser Methode, denn es ist nie zu spät, um der Kreativität in Ihrem beruflichen Alltag grünes Licht zu geben.

Meetingraum. Alle kommen zusammen. Mal pünktlicher, mal weniger pünktlich. Kaum sitzen alle, werden die Mobiltelefone gezückt und nochmals die letzten Nachrichten gecheckt. Der ein oder andere verschanzt sich gleich hinter seinem aufgeklappten Laptop oder stiert teilnahmslos auf den IPad-Monitor unter dem Besprechungstisch. Sagen wir es einmal so: eine inspirierende Atmosphäre sieht anders aus.

Auf der Agenda steht (wie fast immer) die fehlende Innovationskultur, die einfach nicht locker und flockig daherkommende zündende Idee, das allgemein leidige Thema der schwerfälligen Kreativität zu markfähigen Produkten und Dienstleistungen.

Am liebsten würden Topmanager von ganz oben bis nach ganz unten jedem Mitarbeiter einen Kreativitätsschub verordnen, sodass ab sofort die Funken genialer Einfälle nur so durch die Flure sprühen.

Um neue Produkte zu entwickeln, brauchen Mitarbeiter die maximale Freiheit des Denkens und die dafür nötigen Bewegungsfelder, denn für jedes Unternehmen ist es überlebenswichtig, sich selbst und frische Ideen ständig neu zu erfinden.

Es braucht hilfreiche Zutaten, wie Experimente, Fehlerkultur, Improvisation und die besagten Freiräume, um in einem schlagkräftigen Team Problemstellungen in neue Perspektiven zu verwandeln und damit in schnellen Märkten konkurrenzfähig zu bleiben.

Wie also das Leck geschlagene Schiff wieder auf Kreativ- und damit auf Erfolgskurs bringen?

Digitale Informationen vs. Kreativität

Einerseits wollen wir mit dem Blick in die digitale Welt natürlich nichts verpassen, andererseits aber teilen wir in genau jenen Meeting-Momenten durch die Konzentration auf digitale Endgeräte nicht unsere volle Aufmerksamkeit mit echten Menschen.

Die digitalen Informationen, die uns in Besprechungen zuhauf erreichen, werden von unserem Gehirn als linear, strukturiert und routinehaft verarbeitet. Rein neurowissenschaftlich bedeutet das, dass wir lediglich unsere linke Gehirnhälfte mobilisieren, was negative Auswirkungen auf die weitere Gesprächsentwicklung hat.

Nur unsere rechte Gehirnhälfte steht für den zwischenmenschlichen Bereich (Empathievermögen) und ist deshalb alleinig dafür verantwortlich, in welchem Ausmaß wir zu kreativem Denken in der Lage sind. Wenn wir uns überwiegend mit digitalen Informationen versorgen, liegt unser rechtsseitig beherbergtes Kreativitätszentrum brach. Dieser Hemmschuh macht sich bereits breit, wenn im Meeting nur ab und zu die E-Mails gecheckt werden, wir hin und wieder eine Messenger-Info erhalten oder zum Ende des Meetings eine PowerPoint-Präsentation gezeigt wird.

An dieser Stelle erhalten wir nun den ersten Hinweis darauf, dass feste Rahmenbedingungen der linken Gehirnhälfte (Formalismus) angehören, wir aber die rechte Gehirnhälfte (Empathie) aktivieren sollten, um zu kreativen und damit vielversprechenden Ansätzen zu gelangen.

Sobald wir uns auf ein persönliches und von digitalen Informationen ungestörtes Gespräch mit unserem Gegenüber einlassen, beziehen wir uns aufeinander und irritieren uns zugleich. Durch diesen scheinbar widersprüchlichen Austausch entstehen neue Sichtweisen, wenn auch noch nicht durchgängig neues Wissen. Die echte Begegnung zwischen Menschen ist die garantierte Initialzündung für Kreativität, aus der neues Wissen generiert wird.

Das Zauberwort heißt Kopplung

Das mit dem „WAS“, also WOMIT wir uns ständig beschäftigen, ist längst geklärt. Laut einer aktuellen Online-Studie mit dem fragenden Titel „Zeit mit Smartphone wichtiger als Zeit mit Menschen?“ erreichen uns alarmierende Zahlen:

Auf dem Unternehmensblog der Firma Motorola entdeckte ich die sogenannte „Phone-Life Balance-Studie“ (https://blog.motorola.com/2018/02/21/motorola-study-shows-alarming-results-that-confirm-need-for-better-phone-life-balance/).

Knapp 4.500 Smartphone-Nutzer (von 16 bis 65 Jahren) wurden in den USA, Brasilien, Frankreich und Indien online befragt, wann das persönliche Leben der Befragten durch die Smartphone-Nutzung gestört wird und das zu problematischem Verhalten führt.

  • Ein Drittel der Befragten gab an, dass sie eher Zeit mit ihrem Smartphone verbringen als mit dem Partner, anderen Familienmitgliedern oder Freunden, selbst wenn diese andeuten, die Zeit mit ihnen persönlich verbringen zu wollen,
  • 49 Prozent gaben an, dass sie ihr Smartphone exzessiv checken
  • und 35 Prozent aller Befragten sind der Auffassung, dass sie zu viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen.

Die Vereinzelung der Menschen vor digitalen Endgeräten kann keine kreative Atmosphäre schaffen. Wir bräuchten zu diesem Umstand sicher keine fundierten Zahlen, da wir längst ahnen, dass diese Entwicklung äußerst bedenklich ist und mit der ursprünglichen Anlage des Menschseins nicht mehr viel zu tun hat. Wie kann dieser Entwicklung entgegengewirkt werden?

Das Zauberwort heißt in diesem Fall Kopplung. Wer den Wert Verbindung aktiv lebt, der koppelt sich an andere an und versetzt gleichzeitig seine beiden Gehirnhälften in die Lage, miteinander zu kommunizieren, in dem er uneingeschränkt zuhört, auf den Gesprächspartner eingeht und sich empathisch in das Gegenüber hineindenkt.

Wenn wir zurück an unser Eingangsbeispiel Meetingraum denken, dann kann das ausgerufene Ziel „Kreativitäts- und Innovationsentwicklung“ eben nur dann erreicht werden, wenn wir uns mit Haut und Haar an unser Gegenüber ankoppeln.

Der Flugmodus lässt uns aufs Wesentliche konzentrieren

Das mit dem „WEM“, also welcher konkreten Person wir zuletzt unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit geschenkt und damit unsere Kreativität befeuert haben, gilt es jetzt noch zu klären. Und? Hand aufs Herz. Wie war Ihr letztes Meeting oder das gemeinsame Abendessen mit Ihren Liebsten? Welche guten Ideen sind daraus entstanden? Ganz egal, ob es um ein grandioses Verpackungskonzept ging oder das nächste Urlaubsziel auf der Landkarte ausgemacht wurde.

Sie würden ja gerne beim Gegenüber bleiben, werden Sie jetzt sagen, doch Ihr ständiger Begleiter schrillt, klingelt oder vibriert in einer Tour. Wer kann denn das schon einfach ignorieren?

Ich empfehle jedem, der seine Kreativität entfachen will, in den Momenten des Miteinanders, des Austausches und der Entwicklung von neuen Wegen, alle seine schrillenden und vibrierenden Geräte abzuschalten. Der Flugmodus lässt uns aufatmen und sofort auf das Wesentliche konzentrieren. Wir schaffen so bewusst den Zugang zu folgenden Aspekten, die in unserer rechten Gehirnhälfte verborgen liegen:

  • Ganzheitlich
  • Systemisch
  • Vernetzt
  • Integrierend
  • Synthetisierend (komplex)
  • Zwischenmenschlich
  • Intuitiv
  • Gefühlsorientiert

Aufgrund dieser Auflistung wird uns spätestens jetzt deutlich, weshalb agile Strukturen viel mehr Output liefern werden, wenn der persönliche Austausch, wie zum Beispiel durch die WOL-Methode (Work-Out-Loud), durch wiederkehrende Abfolgen untereinander trainiert werden und zu echtem kreativem Denken führen.

Fußnote: Work-Out-Loud ist, für alle, die den Begriff noch nicht kennen, eine Methode der Zusammenarbeit in Teams, um besser zu lernen, stärker in sozialen Netzwerken zu kooperieren und bereitwillig sein Wissen mit anderen zu teilen. All das, was Teams brauchen, um in digitalen und disruptiven Zeiten agiler zu Handeln.

Übung macht den kreativen Meister

In jedem Unternehmen, ob Solopreneur oder Konzernstruktur, ist es eine Notwendigkeit, Menschen ins Boot zu holen, die sich kreativ, innovativ und ideenreich einbringen. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Die gute Nachricht: Jeder kann kreativ sein, weil jeder von uns eine kreative Anlage besitzt. Der Unterschied besteht nur darin, in welcher Ausprägung dieser Wert in uns angelegt ist und wie sehr wir die eigene Kreativität überhaupt herausfordern und fördern.

Kreativitätsvermögen kann wie ein Muskel trainiert werden und wer mehr davon benötigt, sollte nie aufhören zu üben. Wer hingegen nur über das Handy gebeugt sitzt oder vor dem Rechner alleine versauert, wird keinen Bezug zu seiner innersten Schöpferkraft herstellen und daraus kreativ werden können.

Profitieren Sie deshalb vom Vierstufenplan der Kreativität, den ich im nächsten Abschnitt erläutere, und lesen Sie im Folgenden von einer hilfreichen Methode, mit Hilfe derer kreative Prozesse in einem lähmenden und stockenden Meeting in Schwung gebracht werden können.

Grundvoraussetzung hierfür ist, dass sich die Kollegen untereinander uneingeschränkte Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen.

Die 4 Stufen der Kreativität

Klassische Meetingabläufe behindern genau jenen kreativen Prozess, der nach Graham Wallas (US-amerik. Erziehungswissenschaftler, Buchautor und Lehrer, 1858-1932) die folgenden vier Stufen umfasst.

Der Vierstufenplan nach Graham Wallas:

1.      Präparation (Vorbereitung)

Hierbei geht es vorrangig um das Entdecken und Sammeln von Informationen. Diese werden als das Rohmaterial zur Lösungsfindung angesehen und benötigen eine vielfältige und in alle nur denkbaren Richtungen gehende Recherche. Diese wird besonders aussagekräftig und stößt uns selbst zu neuen Denkprozessen an, wenn wir sie im Gespräch mit anderen tätigen.

2.      Inkubation (Grübelphase)

Ein Reifeprozess ist nötig, damit das Problem im Lösungssuchenden selbst erst einmal vor sich hin brodeln darf. Momentan glaubt derjenige, der gerade über dem Problem grübelt, dass er vermeintlich nie eine Lösung finden könne, da alles zu groß und zu schwierig erscheint. Die bisher gesammelten Informationen aus der ersten Stufe sollen bewusst ins Unterbewusstsein absinken und dort weiter in uns arbeiten. Denn wenn wir uns nun mit etwas anderem beschäftigen, als nur krampfhaft an dieses eine Problem zu denken, kann eine innere Weiterentwicklung zur Lösung stattfinden. In Unternehmen bedeutet dies, dass die nötigen zeitlichen und räumlichen Freiheiten gegeben sein müssen, um den notwendigen Gärprozess nicht zu stören. Sinnvoll kann es hier sein, sich der Ablage oder der vorbereitenden Buchhaltung zu widmen, damit Ideen im Unterbewusstsein heranreifen können.

3.      Illumination (Geistesblitz)

Das vielbeschworene Heureka-Erlebnis ist sowohl von Individuen als auch von Gruppenformaten bekannt. Jetzt finden wir von einem Moment auf den nächsten eine uns als richtig erscheinende Idee; wir befinden uns sozusagen in einer Einsichtsphase. Der Einzelne wird spontan unter der Dusche oder am Kaffeeautomaten aus dem Unterbewusstsein schöpfen, eine Gruppe kommt durch die Beobachtung eines vielleicht eher nebensächlichen Details (also weg vom eigentlichen Problem) zum Geistesblitz.

4.      Verifikation (Überprüfung und Umsetzung)

Diese Phase weist sich als die sogenannte Gestaltungsphase aus, denn noch ist die komplette Lösung gar nicht gefunden. Erst durch das Transferieren von der Theorie in die Praxis erhalten wir mittels Experimentierens und Feedback vom in- oder externen Kunden die Gewissheit darüber, was bei der Problemstellung als machbare Lösung umsetzbar ist. Viele Teams gehen deshalb erst einmal in die Präsentationsphase über, um so gemeinsam mit dem Publikum (Kollegen, Vorgesetzte, Kunden, Kooperationspartnern) zur Umsetzung zu gelangen.

Dieses Modell wurde bereits 1926 von Graham Wallas entwickelt und gilt bis heute als unverzichtbarer Baustein auf dem Weg zur kreativen Lösungsfindung.

In Zeiten, in denen Mitarbeiter in Unternehmen, aber auch Solopreneure, immer auf der Suche nach kreativen und innovativen Problemlösungen sind, ist es sehr hilfreich, wenn Wissensarbeiter ihre eigenen Denk- und Verhaltensmuster nach praktikablen und einfachen Methoden neu ausrichten.

Bewegung ist der kreative Schlüssel

Menschen sind sehr verschieden in dem, was sie dabei unterstützen kann, kreativ zu denken, zu fühlen und zu handeln. In einem sind jedoch alle Menschen gleich: Bewegung setzt Geistesblitze frei, erst recht, wenn Bewegung mit anderen gemeinsam geschieht. Sei es den Schreibtisch umzustellen, beim Telefonieren zu schlendern oder in einer Gruppe von A nach B zu gehen.

Eine sehr wirksame Methode zur Förderung der Kreativität, neben vielen anderen, heißt deshalb auch die „Walk- & Talk-Methode“. Sie ist der Schlüssel zum kreativen Glück und ist am effektivsten, wenn Gruppen mit bis zu sechs Teilnehmern gemeinsam zur Tat schreiten.

Ich selbst nutze diese Kreativtechnik schon lange erfolgreich bei jenen Kunden, die sich in der totalen inneren Blockade befinden und ihre Denk- und Handlungsstränge nur noch mit der linken Gehirnhälfte bedienen.

Die schnelle Wirksamkeit dieser Idee beruht auf der gewinnbringenden Kombination aus Gehen (Walk) und Sprechen (Talk). Diese Methode wende ich zum Beispiel bei der Selbstreflexion an. Hier gehe ich mit meinen Klienten ins Museum und bespreche an einem künstlerisch aufgeladenen Ort, inmitten von Gemälden und Skulpturen, was dem Coachingkunden auf der Suche nach der innovativen Idee helfen kann. Bei der Betrachtung von Kunstwerken werden völlig neue Zusammenhänge offenbart und es werden so ganz neue Lösungsansätze gefunden.

Auch der Gang in die Natur ist dabei sehr hilfreich. Da mein Büro ganz nah am Englischen Garten liegt, bietet es sich geradezu an, mit meinen Kunden durch die 250 Jahre alten Baumbestände zu Flanieren und auf diese Weise kreatives Potenzial freizusetzen.

Raus aus den Meetingräumen!

Die Devise lautet: Raus aus dem Meetingraum, rein ins Grüne oder rein in untypische Bezüge. Dies räumt den Kopf von schweren Gedankenbrocken frei und schafft auf diese Weise vielfältige Inspirationen. Innovative Ideen und neue Lösungsansätze werden gefunden, neue Perspektiven tun sich auf.

Jeder Mitarbeiter und jedes Team ist ohne großen Aufwand in der Lage, in der direkten Umgebung des Arbeitsplatzes einen schönen, einen wohltuenden oder einen inspirierenden Ort zu finden, an dem sich bewegende Ge(h)spräche führen lassen.

Das kann eine Grünanlage mitten in der Stadt sein, ein Automobilmuseum im Nachbarviertel oder der kleine Eismacher gleich ums Eck des Büros.

Alles ist erlaubt, Hauptsache es befindet sich außerhalb der üblichen Arbeitsumgebung, ist einigermaßen ruhig und so wohltuend erdend für den kreativen Prozess, der unter diesen Rahmenbedingungen erst so richtig in Fahrt kommt.

Spontane Veränderungsenergie

Ich kann Ihnen jedenfalls nur ans Herz legen, endlich die miefige Meetingkultur durch eine spritzige Innovationskultur zu ersetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand und lassen sich bereits beim einmaligen Ausprobieren selbst erleben. Nur wer Veränderungsenergie verspürt, kann alte Muster auflösen:

  • Sie bekommen Zugang zu Ihren inneren Blockaden, die Ihren Zielen und dem Querdenken im Wege stehen (Selbstreflexion kommt in Gang).
  • Festgefahrenes Denken kommt in Fluss, da sich leichter neue Perspektiven und Lösungen entwickeln lassen (Abstand zum Arbeitsalltag und festgefahrenen Mustern).
  • Stressgefühle, Gereiztheit oder schlechte Stimmung lösen sich auf (Wohlbefinden durch Bewegung an der frischen Luft oder an einem fremden Setting).
  • Sie kehren mit neuem Mut und frischer Energie zurück in Ihren (Arbeits-) Alltag (Umsetzungsenergie wird aktiviert).

Wer sich hingegen im Meetingraum oder seinem Büro nur hinter technischen Tools versteckt und nicht in den aktiven – sprich bewegenden Austausch kommt, erntet keine Innovationen. Den Wettbewerb der kreativsten Köpfe werden wir nur gewinnen, wenn wir uns auf den Wert der Kooperation einlassen. Sozusagen als erste Bürgerpflicht, noch vor jeder formalen Planung. Das bedeutet, dass wir in Meetings jegliches formale Abarbeiten von Routinen vernachlässigen müssen, um endlich vom größten Wert des Miteinanders zu profitieren, unserem Ideenreichtum.

Fazit

Wer effektive Wege finden will, die zu kreativer Zusammenarbeit und frischen Innovationen führen, sollte sich selbst im wahrsten Sinne des Wortes in Bewegung setzen. Dabei gilt es, die ungeteilte Aufmerksamkeit auf den Austausch mit Kollegen, Vorgesetzten, Kunden, Geschäftspartnern und Dienstleistern zu richten.

Unternehmen müssen sich auf instabile Märkte und Unvorhersehbares einstellen. Der Wert Flexibilität wird unverzichtbar und verlangt von jedem Unternehmensmitglied ein gehöriges Maß an Improvisationsfähigkeit. Naturgemäß wird deshalb überall der Ruf nach mehr Kreativität laut und fordert jeden dazu auf, in ein neues Denken zu kommen, damit die Produktivität wachsen kann.

Am Beispiel der klassischen Meetingkultur lässt sich gut beobachten, dass aus diesen Runden meist nur formale Routinen und eindimensionale Planbarkeit hervorgebracht werden - jedoch keine anregenden, neuen Ideen, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Sich selbst in Bewegung zu bringen, lässt neurowissenschaftlich betrachtet andere Verknüpfungen unserer Gehirnhälften entstehen. Nicht sitzen, nicht stehen, sondern laufen ist die Devise. Das Zauberwort der Kopplung beginnt zu greifen, wenn wir uns in einen aufmerksamen Austausch mit unserem Gegenüber begeben und ganz bewusst die digitalen Möglichkeiten zur Kommunikation ignorieren.

Wer heute ein Unternehmen und/oder ein Team führt, muss in der Lage sein, mit unübersichtlichen Herausforderungen umzugehen, das heißt beweglich sein. Neben hilfreichen Methoden, wie die Walk- & Talk-Methode, sind Kooperation zwischen allen Hierarchieebenen, Experimente, Improvisation, Fehlerkultur und Freiräume notwendig. Beginnen Sie deshalb bei jedem noch so kleinen und scheinbar unbedeutenden Meeting damit, sich und die Aufgabenstellungen in Bewegung und damit in Schwingungen zu versetzen. Belohnt werden Sie dann mit kreativen Lösungen, wie Sie Ihr Business weiter voranbringen.

Auf dem Weg zu Ihrem Heureka-Moment wünsche ich Ihnen abschließend viel produktive Energie, tolle Ansätze zu völlig neuen Rahmenbedingungen sowie unzählige sprudelnde Kreativideen, die nie versiegen mögen.

Wenn Sie nun zum Ende meines heutigen Blogbeitrages die Lust verspüren, es selbst einmal ausprobieren zu wollen, dann nur zu. Rufen Sie mich einfach an oder schreiben Sie mir eine E-Mail. Ich freue mich sehr von Ihnen und Ihrer kreativen Herausforderung zu hören. Sie sind nur einen Mausklick oder ein Telefonanruf weit von mir entfernt.

Mit inspirierenden Grüßen aus München

Ihre Franziska Ambacher

changeify

Ihr Inspirationsfeuerwerk

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